Liebe vergeht

Euphorie des ersten Augenblicks
hält die Zeit Sekunden inne,
durchströmt so süss all deine Sinne.
Geschenktes Glück masslos verzückt.

Den Blick je himmelwärts gerichtet,
schwoll Dank um Dank gen Abendrot,
frass Einsamkeit und ähnlich Not.
Für Liebe nun s' Gemüt gelichtet.

Doch ist die Zeit dem Wasser gleich,
zieht mit sich, was verbindet.
So nach und nach verschwindet
der einst verströmte Liebeslaich.

Spült ans Ufer bald ein Schiff,
trägt gähnend Gleichmut mit an Bord.
Das einst so gern gesagte Wort
zerschellt am harten Riff.


Wenn's Schiff in dunkle Tiefen taucht,
wo nur ein fader Einton bliebe,
verschwindet einst ersehnte Liebe
wie Atem, der auf Spiegel haucht.

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© Daniela Wegert